Briefmarken-Ratgeber
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Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Was gibt es NEUES in meinen Homepages ?              Geändert am: 20.05.2018
Nachdenken !



Briefmarken, der Nachweis, eine Gebühr für eine bestimmte postalische ......  

... Leistung bezahlt zu haben, werden teils milliardenfach, überwiegend millionenfach, zumindest aber zu Hundertausenden hergestellt. Nicht gerade ein Ansporn, so etwas zu sammeln. Man sucht schließlich das Individuelle, das Besondere, das Seltene. Um trotz mangelnder Erfahrung und fehlendem Wissen keine Fehler zu machen, sucht man nach Argumenten für den einen oder anderen Weg, der Erfolg verspricht – und geht, typisch menschlich, den Weg des geringsten Widerstandes. Man sucht positive Aussagen, Aussichten, den großen Reibach zu machen. Und selbst die dümmlichsten Werbeargumente für irgendwelchen manipulierten Schrott finden glühende Anhänger.

Was liegt da näher, als zu glauben, alle postfrische Marken würden irgendwann zu „Posthörnern“ oder „Aufdruckmarken“, teuren Blocks oder sonstigen erfolgreichen Sammelobjekten. Welch ein grandioser Irrglaube.

Gestempelt? Muß das sein? Gut, ja, aber höchstens die Anfänge von Bund, Berlin, DDR, Saarland etc bis 1960. Später? Bedingt, man wirft Briefmarken ja nicht weg. So sehen dann auch viele Sammlungen aus. Qualität? Bis 1960 wichtig(?), danach egal. Ich vermute, viele denken oder handeln so.

Schade, zumal, wenn man das Nachfolgende weiß. Denn, wenn man an dieser Stelle anfängt zu denken, kommt man sehr schnell darauf, dass sammelwürdige, gestempelte Briefmarken gar nicht durch Auflagen entstehen können, sondern durch deren Gebrauch für die Erfüllung postalischer Aufgaben – und fast ausschließlich zufällig. Nie, zu keiner Zeit, haben Sammler diesen „Verbrauch“ von Briefmarken markant beeinflussen können und die wenigen, von Sammlern veranlaßten zentrischen Vollstempel fallen da kaum, ja, sogar positiv ins Gewicht. Der Ver- und Gebrauch von Briefmarken folgte immer nur der Entwicklung des Postaufkommens. Der Sammlereinfluss war beschränkt auf Postfrisch, da war er wirklich bedeutend (für die Post), wie auch, und da noch verheerender, auf die massenhafte Abstempelung (buchstäbliche Entwertung) mit Ersttags-Sonder- und Versandstellenstempel.

Als Fazit daraus ergibt sich, dass der saubere zentrische Stempel eines normalen Postamts auf Marken von 1960, 1980 oder 1990 ebenso selten zu finden ist wie auf denen von 1950 (rechnet man da die damals von der Menge noch akzeptablen „Berlin-Charlottenburg“ ab). Das ist leicht festzustellen, wenn man mal versucht, die Berliner Sätze „Bedeutende Deutsche“ (zwei Papiersorten), „Bundespräsident Heinemann“, „Industrie und Technik“ (zwei unterschiedliche Fluoreszenzen) oder gar „Frauen“ zentrisch gestempelt (von normalen Postämtern) zusammenzutragen. Denkt man an Spezialitäten, ist der Markt absolut leergefegt.

Die Zukunft der Philatelie ist gestempelt !
Briefmarken-Ratgeber
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.