Briefmarken-Ratgeber
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Grüß Gott, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Hallo Herr Köpfer,
mit großer Neugierde und Interesse verfolge ich Ihre Kommentare, Antworten und Ratschlägen zu den unterschiedlichen Fragen der Sammler. Jetzt habe auch ich eine Frage, in der Hoffnung, dass Sie evtl. die passende Antwort kennen.
Vor kurzem habe ich in einem Auktionskatalog eine Beschreibung zu zwei Eckrandviererblocks vom BRD-Heuss-Lumogen-Satz gelesen, mit dem Hinweis, ein Viererblock sei ein Plattendruck der andere ein Walzendruck.
Mir sind die grundsätzlichen Druckverfahren bekannt, nur wie sind Plattendruck und Walzendruck hier einzuordnen, wie unterscheiden sich die beiden Arten und wie sind die beiden unterschiedlichen Druckarten für den Sammler erkennbar?
Können Sie weiterhelfen?
Besten Dank im Voraus, Grüße T. K.


ich eine Frage, in der Hoffnung, dass Sie evtl. die passende Antwort kennen. Vor kurzem habe ich in einem Auktionskatalog eine Beschreibung zu zwei Eckrandviererblocks vom BRD-Heuss-Lumogen-Satz gelesen, mit dem Hinweis, ein Viererblock sei ein Plattendruck der andere ein Walzendruck. Mir sind die grundsätzlichen Druckverfahren bekannt, nur wie sind Plattendruck und Walzendruck hier einzuordnen, wie unterscheiden sich die beiden Arten und wie sind die beiden unterschiedlichen Druckarten für den Sammler erkennbar? Können Sie weiterhelfen? Besten Dank im Voraus, Grüße T. K.
Antwort:
Der Hinweis auf verschiedene Druckarten war unnötig, weil es keine dieser Marken in unterschiedlichen Druckvarianten gibt.

Es geht hier nur um die Unterscheidung "Papier ohne Fluoreszenz" oder "Papier mit Fluoreszenz" (Lumogen). Das ist nur mit einer Prüflampe möglich, wobei im Fall Heuss Papier ohne Fluo. dunkel bleibt, Papier mit Fluo. aber hell leuchtet.

So wie für den ernsthaften Sammler der Michel Spezial ein Muß ist, trifft dies auch auf die Prüflampe zu. Die unterschiedlichen Fluoreszenzen der "Bedeutenden Deutschen", "Industrie + Technik" und "Burgen + Schlösser" sind nur so unterscheidbar.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.