Briefmarken-Ratgeber
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Briefmarken Zeitung
Eine relativ aktuelle Ausgabe einer Phila-Zeitschrift bestand aus
 
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PR für Aktionshäuser
Neuheiten und PR für Emittenten
Stempelmeldungen
Inhalt und Vorschau
Geschichte mit nur geringem Bezug auf die Philatelie
Münzen
Schatzkisten
 
verbleiben für alles Übrige, nach 1955 ist fast alles tabu !
Nur mal zum Nachdenken !
In keiner beneidenswerten, jedoch selbstverschuldeten Situation sind die Briefmarkenzeitungen. Sie haben, ohne dagegen anzuschreiben, zugelassen, daß sich solch unredliche Umtriebe entwickeln konnten. Vielleicht war das so nicht geplant, hat sich einfach so ergeben? Aber kann man von einer Fachzeitschrift nicht auch Protest und Kritik erwarten? Und wird so eine Zeitschrift nicht für die Sammler gemacht? Kann man nicht annehmen, daß solche "Fachleute" Entwicklungen erahnen und hochrechnen? Heute sind sie ganz und gar von diesen "Entwicklern" abhängig. Und genau das ist weit überwiegend die Gruppe der beschriebenen Briefmarkenlobby, der Leute also, die seit vielen Jahren vorgeben, nach den Ursachen für dieses Desaster zu suchen. Würden diese Leute das, was sie an Erkenntnissen 100%ig bereits gewonnen haben, veröffentlichen, würde das wahrscheinlich ihre Existenz kosten. Also schweigt man - und gibt vor, weiter zu suchen. Einschließlich der Briefmarkenzeitungen!
Im Rahmen der katastrophalen Zustände auf dem Sammlermarkt, haben sich diese Zeitungen von Sammlern, die nicht "klassisch" sammeln, komplett verabschiedet. Es scheint, als wären nach 1955 überhaupt keine Briefmarken mehr herausgegeben worden - sind förmlich ein Tabuthema. Wenn doch mal was darüber erscheint, dann flapsig, ohne interessante Informationen für den Sammler. Ich kann mich an den Artikel einer Briefmarkenzeitung mit dem Hoffnung machenden Titel "Die schönen Berlinerinnen" erinnern. Neben der Abbildung auch schlecht gestempelter Berliner Marken wurden Allgemeinplätze eingenommen, vom Verfasser festgestellt, daß einige Ausgaben, z.B. die "Hochwassergeschädigten" nicht so toll gelungen seien. In der nächsten Ausgabe wurde dann ein Leserbrief eines (Interessen)Kollegen des Verfassers abgedruckt, der sich "lobhudelnd" über diesen gelungene Bericht äußerte. Ich fühlte mich schlicht auf den Arm genommen.
Jetzt lese ich, daß ein Leser bei einer Briefmarkenzeitung angerufen hätte, der meinte, sie sei langweilig geworden und warum würde nicht auch über ??? berichtet? Die Zeitung meinte, sie würde natürlich darüber berichten, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß es etwas zu berichten gäbe. Also, wenn sich etwas ändern würde, und seit 15 Jahren gäbe es keine Form- und Bogenzählnummern mehr, Druckerzeichen und farbige Zählnummern sogar schon seit 30 Jahren nicht mehr.
Ich war fassungslos! Hält man es denn nicht für nötig, die jungen Menschen und neu hinzukommenden Sammler zu informieren? Wie sollen die an eine Meldung kommen, die vor 20 oder 30 Jahren abgedruckt wurde?
Die vor 60 Jahren geborenen Menschen sind, na, genau, heute 60 Jahre alt. Haben vielleicht vor 50 Jahren (1959) angefangen zu sammeln. Bund, Berlin und DDR. Vor 30 Jahren geborene sammeln vielleicht seit 20 Jahren, also seit 1990 - Bund, Berlin und DDR und vor 20 Jahren geborene sammeln vielleicht seit 5 Jahren. Was? Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was sich da alles entwickelt hat.
Und für solch eine riesige Gruppe von Sammlern, die überwiegend in ihren Erstsammelgebieten hängen blieben, haben Briefmarkenzeitungen nichts zu berichten? Sind nicht in der Lage, mal zusammen zu tragen, was man so sammeln könne. Wissen offensichtlich gar nicht, wie interessant diese Sammelgebiete sind, wenn man von dem abweicht, was die Briefmarkenlobby so "vorschreibt" Haben nichts übrig für Sammler, die, wenn sie sich positiv entwickeln, der Unterbau, das Gerüst der philatelistischen Zukunft sind. Die uninteressant sind, wenn sie keine Beiträge in irgendwelche ominösen Verbände oder Vereine zahlen.
Breit aufbereitet sind all die Dinge, die mit den Inserenten in Zusammenhang stehen. Dafür hat der Leser sicherlich auch Verständnis, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Was aber denken sich die Macher einer "Zeitschrift für Briefmarkensammler", wenn sie kommentarlos Inserate schalten, die die Manipulation an Briefmarken anbieten? Können sie sich nicht vorstellen, daß dieser Mißgriff dem unbedarften Sammler das Gefühl vermittelt, als sei das Ansetzen von Zähnen, die Reparatur von Rissen, die Nachgummierung oder das Nachzähnen das allernormalste der Welt? Jedenfalls ist so ein Verhalten ganz klar gegen die Sammler gerichtet.
Vielleicht denkt man mal über die Begriffe Selbstachtung und Verantwortung nach. Statt vor dieser Lobby und den geschaffenen Tatsachen zu resignieren, könnte sich bei richtiger Interpretation des Sachstands vielleicht sogar Widerstand aufbauen. Aber das ist wohl Charaktersache - aber wie würde man sich freuen, wenn dabei Fähigkeiten zu Tage träten, die Veränderungen einleiten, unterstützen, begleiten oder zumindest zur Diskussion stellen würden. Dann würde man, statt es nur resigniert festzustellen, das Frönen des Selbstzwecks selbst durch "höchste Organe" dieser Lobby, zumindest mal hinterfragen - und würde sich sogar für einen "veränderten Markt" anbieten. Offensichtlich steht jedoch der wirtschaftliche Erfolg über allem.
Ja und so manche dieser Zeitschriften erinnert mich damit an die wöchentlichen Werbebeigaben großer Medienmärkte - alles unter dem Motto: blöd, wer noch selbst denkt!
Solange nicht die Interessen der Briefmarkensammler im Mittelpunkt der Berichterstattung der Briefmarkenzeitschriften stehen, bringen Sie dem Sammler nicht den möglichen und vor allem den nötigen Nutzen!
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