Briefmarken-Ratgeber
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Briefmarken Zubehör
Die Sammler haben noch nicht realisiert, was da, den Wert (oder besser Unwert) ihrer Sammlungen betreffend, passiert ist. Er hat für die Berliner Neuheiten z.B. von 1961 bis 1990 DM 526,11 (das sind € 269,00) an die Post bezahlt, im Internet wurden genau diese Jahre nun für rund € 40,-- (pro Jahrgang € 1,00!) versteigert. Das sind rund 85 % Verlust.
Im Grunde gibt es niemanden, der dafür etwas zahlen möchte. Das hat er ja auch alles selbst in großer Menge. In diesen wunderschönen Vordruckalben ist aber auch wirklich nichts, was etwas wert wäre. Da finden sich keine Formnummern, keine HAN, keine Druckerzeichen, keine sonstigen Randzudrucke, keine Rand- oder Eckrandstücke, keine Paare, keine 4er-Blöcke, keine Rollenmarken-Einheiten, keine Markenheftchen, keine Zusammendrucke - nichts, rein gar nichts. Nur öde Einzelmarken. Klar, die haben ja auch nicht ins Album gepaßt.
€ 40,-- sollen die Marken von 1961 bis 1990 wert (wert?) sein. Da interessiert doch plötzlich, was hat das Album eigentlich gekostet? Die Vordruckblätter kosten von 1960 bis 1990 rund € 126,00, für je 10 Jahre benötigte ich je einen Ringbinder und, zu dessen Schutz, eine Kassette, also 3 x rund € 60,00 = € 180,00. Die drei Alben kosteten demnach € 306,00, als, zugegeben, wunderschöne Verpackung für einen Wert von € 40,00.
Gott sei dank, hat man noch ein paar Marken aus den Jahren vor 1955 gesammelt und der Händler nennt gnädig einen Preis, der den Sammler verzweifelt nach oben schauen läßt. .... und die Alben? Nein, dafür kann er leider nichts zahlen.
Investiert hat er in diese Berlin-Sammlung also € 575,00, wert ist sie nichts. Was denkt nun der betroffene Sammler? Grauenhafte Vorstellung, oder.
Vielleicht könnte man jedoch über die Folgen für die Philatelie nachdenken. Und man könnte dann auch den Bund oder die DDR in diese Überlegungen einbeziehen.
Man muß es einfach so sagen: Vordruckalben sind fürs Briefmarkensammeln und für den ernsthaften Sammler nicht geeignet. In den letzten rund 20 Jahren habe ich umgestellt auf Einsteckalben, die es möglich machten, meine Sammlung so zu gestalten, wie ich es für richtig hielt. Z.B. für Gesamt-Berlin reichen 2 große Steckalben für zusammen rund € 28,00 (je 60 nutzbare Seiten ohne Zwischensteg) - und dabei sind von den Freimarken-Serien für die Einheiten, die Rollenmarken, die Heftchen, die Zusammendrucke und vieles mehr, schon immer je mehrere Seiten belegt.
Klar kann man sich auf solche Systeme einlassen, sie sind ja äußerst repräsentativ, nur ich gebe halt lieber Geld aus für Briefmarken, die sammle ich, um die geht es schließlich. Und in meinem Handeln laß ich mich halt auch nicht gerne einschränken.
Vieles an sonstigem Zubehör, wie Pinzette, Lupe und Zähnungsschlüssel ist Standard. Daß eine meiner Lupen 15-fach vergrößert, habe ich schon einige male als sehr nützlich erfahren. Ein Wasserzeichensucher ist sicher praktisch, wenn man seine Untersuchungen nicht mit Reinbenzin durchführen möchte. Was ich jedoch, und das habe ich auch erst im Verlauf vieler Sammlerjahre begriffen, für unabdingbar halte, sind Spezialkataloge und Handbücher. Abgesehen davon, daß es ungeheuer bildet, machen sich diese Ausgaben, die nicht jedes Jahr sein müssen, unwahrscheinlich schnell bezahlt.
Die gleiche Wichtigkeit sehe ich bei der Prüflampe. Mit ihr sehe ich z.B. sofort, welche Marken der Serie "Berühmte Deutsche" Lumogen-Papier und welche Jaime-Bauer-Papier zuzuordnen sind, ich kann "B&S" in die beiden verwendeten Fluoreszenzen aufteilen, das gleiche gilt für "Industrie & Technik" - und für Bund und viele andere Länder und Gelegenheiten auch.
Suchen Sie sich nun einen Händler, der Sie unterstützt, Ihre Interessen als das Wichtigste ansieht, in der Lage ist, Sie in Ihrem Sammelgebiet zu begleiten und zu unterstützen. Denken, handeln und fordern SIE.
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